Anker-Teigwarenfabrik
Äußere Bautzener Straße / Ecke Kirschallee
Hertha, um 1930
» Auf dieser kleinen Straße ist immer Begängnis. In der Packerei arbeiten wir im Akkord. Kaum haben wir die Nudeln abgepackt, fährt schon der nächste Lastwagen an die Rampe, wird bis unter die Plane beladen und macht sich direkt auf den Weg zum nächsten Kolonialwarengeschäft oder gleich weiter in die nächste große Stadt. «
Anker-Teigwarenfabrik
Äußere Bautzener Straße / Ecke Kirschallee
Hertha, um 1930
» Auf dieser kleinen Straße ist immer Begängnis. In der Packerei arbeiten wir im Akkord. Kaum haben wir die Nudeln abgepackt, fährt schon der nächste Lastwagen an die Rampe, wird bis unter die Plane beladen und macht sich direkt auf den Weg zum nächsten Kolonialwarengeschäft oder gleich weiter in die nächste große Stadt. «
Die Anker-Teigwarenfabrik der Brüder Fritz und Joachim Schminke ist ein Paradebeispiel für den massiven Anstieg der industriellen Produktion in Löbau. Um 1900 arbeiten hier 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 30 Jahre später hat sich die Belegschaft verzehnfacht und die Anker-Teigwaren sind eine der bekanntesten deutschen Lebensmittelmarken. Der Betrieb verfügt über einen eigenen Fuhrpark und Generalvertretungen in den Großstädten Dresden, Leipzig und Berlin.
Rund 100 Provisionsvertreter preisen die Ware im ganzen Land an. Alle Teigwaren werden im einheitlichen Design in Blau-Orange und mit markantem Anker-Schriftzug und Logo verpackt. Auch zu DDR-Zeiten werden weiter Nudeln unter dem Namen Anker produziert. Nach 1990 übernimmt die Treuhand, doch die Produktion endet bereits zwei Jahre später.