Textilwaren Lachmann
Bahnhofstraße 17
Carl, um 1877
» Ein Ladenlokal auf der Bahnhofstraße müsste man haben. Aber Kaufmann Härtelt ist mir mal wieder zuvorgekommen. In der Nummer 17 lässt er sich vom Baumeister Brauer die gesamte Fassade neu herrichten. Solche vornehmen Schaufenster hat man hier noch nicht gesehen. Im Sächsischen Postillon steht sogar der Laden zähle zu den schönsten Bauten der Stadt. «
Textilwaren Lachmann
Bahnhofstraße 17
Carl, um 1877
» Ein Ladenlokal auf der Bahnhofstraße müsste man haben. Aber Kaufmann Härtelt ist mir mal wieder zuvorgekommen. In der Nummer 17 lässt er sich vom Baumeister Brauer die gesamte Fassade neu herrichten. Solche vornehmen Schaufenster hat man hier noch nicht gesehen. Im Sächsischen Postillon steht sogar der Laden zähle zu den schönsten Bauten der Stadt. «
Löbaus Anschluss an das Eisenbahnnetz beschleunigt auch die Stadtentwicklung. 1886 wird die Görlitzer Gasse in Bahnhofstraße umbenannt und mit vierstöckigen Wohn- und Geschäftshäusern bebaut. Fortan gehört die Straße zu einer der besten Adressen der Stadt. Das weiß auch Richard Härtelt. 1912 verkauft der jüdische Kaufmann Martin Lachmann sein Textilwarengeschäft an Härtelt, der es unter gleichem Namen weiterführt. 1929 zieht das Geschäft auf die Bahnhofstraße.
Entwurf und Bauleitung für das neue Ladenlokal liegen beim Löbauer Architekten Fritz Brauer. Besonders die Schaufenstergestaltung ist raffiniert. Hauseingang und Ladentür werden zwei Meter eingerückt und die Fensterscheiben elegant um die Ecken geführt. Die Fensterfläche wird damit fast verdoppelt und sorgt in Löbau für viel Aufmerksamkeit. Mittlerweile hat sich die Fassade verändert, aber Textilien werden hier immer noch verkauft.