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Bahnhof und Maschinenhaus

Brücke Weißenberger Straße

Hedwig, um 1858

» Wie schnell sich alles verändert! Früher hörte ich noch das Peitschenknallen der Postillione auf ihren großen gelben Kutschen. Nun höre ich das Pfeifen und das unheimliche Schnauben der Dampf­loko­motiven. Mein lieber Enkel hat bei den Erdarbeiten der Bahnstrecke mitgearbeitet, und mein Nachbar erzählte mir letztens, wie schnell man jetzt in Dresden sei. Doch genau wie mit der Postkutsche damals kann ich mir eine Fahrt einfach nicht leisten. «

Bahnhof und Maschinenhaus

Brücke Weißenberger Straße

Hedwig, um 1858

» Wie schnell sich alles verändert! Früher hörte ich noch das Peitschenknallen der Postillione auf ihren großen gelben Kutschen. Nun höre ich das Pfeifen und das unheimliche Schnauben der Dampf­loko­motiven. Mein lieber Enkel hat bei den Erdarbeiten der Bahnstrecke mitgearbeitet, und mein Nachbar erzählte mir letztens, wie schnell man jetzt in Dresden sei. Doch genau wie mit der Postkutsche damals kann ich mir eine Fahrt einfach nicht leisten. «

Am 16. Dezember 1846 soll der erste Zug von Bautzen am Löbauer Bahnhof einfahren, doch er bleibt schon kurz hinter Bautzen in einer Schneewehe stecken. Löbau liegt auf der geplanten Bahnstrecke Dresden – Breslau (heute: Wrocław) und entwickelt sich schnell zu einem wichtigen Verkehrs­knoten­punkt. Mit Verbindungen nach Reichenberg (heute: Liberec) und Prag ist die Stadt an den internationalen Reiseverkehr angeschlossen. Westlich des Empfangsgebäudes entsteht 1859 ein Maschinenhaus für 10 Lokomotiven, heute übrigens das älteste erhaltene in Sachsen. 

Die in direkter Nachbarschaft zum Bahnhof errichtete Zuckerfabrik erhält eigene Gleise und einen Anschluss an das Bahnnetz. Heute bedient die Deutsche Bahn die Strecke nicht mehr, der Bahnhof wird von einem privaten Bahnunternehmen auf der Strecke Dresden-Görlitz angefahren. Um das Maschinenhaus kümmern sich die Ostsächsischen Eisenbahnfreunde e.V., die jedes Jahr zahlreiche Besucher willkommen heißen.